Keine Gefahr bei Honeywell

Die Feuerwehren von Werk und Stadt überzeugen in einer gemeinsamen Alarmübung.

Zeitungsartikel für HONEYWELL SPECIALTY MATERIALS
Name der Quelle: Leinezeitung
Ein Brand beim Chemieunternehmen Honeywell kann für die Bevölkerung schnell schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Gemeinsam übten deshalb die Werkfeuerwehr und der vierte Zug der Seelzer Einsatzkräfte am Donnerstagabend den Ernstfall – und zeigten dabei, wie gut die Zusammenarbeit klappt.

VON UWE KRANZ
Seelze. Insgesamt 13 Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht im direkten Einfahrtsbereich der Firma Honeywell lösten am Donnerstagabend Aufregung aus. Dichter Qualm drang aus dem vierten Stockwerk des Gebäudes 222 auf dem Unternehmensgelände. Doch die bis zu 20 Schaulustigen an der Zufahrt konnten schnell beruhigt werden: Es handelte sich nur um die jährliche Alarmübung. Die Polizeidirektion Hannover hat die Aufsichtspflicht über die Werkfeuerwehren in der Region und kommt dieser einmal im Jahr mit einer unangekündigten Übung nach. Getestet wird dabei die Schlagkraft der überwiegend nebenberuflichen Einsatzkräfte des Unternehmens in Zusammenarbeit mit den Wehren der Stadt – dieses Mal war der vierte Zug aus Dedensen, Lohnde und Gümmer beteiligt. Darin sind die unterschiedlichen Gruppen allerdings erprobt, da die Honeywell-Werkfeuerwehr auch in die sogenannte Alarm- und Ausrückordnung der Stadt integriert ist. Gemeinsame Einsätze sind für sie deshalb nichts Neues.
Auch bei dieser Übung überzeugten sie die Beobachter, den stellvertretenden Werksleiter Dirk Frischemeier und Jan-Frerk Mandel von der Polizeidirektion Hannover. „Die Übung hat wieder gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen kommunaler und Werkfeuerwehr ist“, sagte der Polizist. Den Brand im Laborgebäude 222, dessen vierte Etage derzeit leer steht – was die Übung überhaupt erst ermöglichte –, hatten die Retter deshalb schnell im Griff. Das gelang, obwohl die Schlauchleitungen wegen der Nutzung des restlichen Gebäudes nicht wie bei einem realen Einsatz unter Druck gesetzt werden konnten.
Besondere Herausforderung war das Erreichen des Brandherdes in voller Atemschutzkleidung über eine Brandschutzleiter. Ein echter Konditionstest. Im mithilfe zweier Rauchmaschinen stark verqualmten Gebäude fanden die Retter aber letztlich auch die drei als Vermisste versteckten Puppen.
Als diese in Sicherheit gebracht waren, konnten die insgesamt 61 Feuerwehrleute ihren Einsatz gegen 21.30 Uhr beenden. Rund zwei Stunden waren nach der Alarmierung vergangen. Und auch bei den Zaungästen hatte sich die Aufregung längst gelegt.

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